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Seit 1993 geht eine kleine Gruppe der Kolpingsfamilie Püsselbüren jährlich mit dem Rad auf Tour. Zum 10-Jährigen entdeckten 9 Radler auf ihren Drahteseln vom 01. bis 08. Juni 2003 die westschwedische Provinz Halland.
Der Startpunkt unserer Radtour war das Vandrarhem (= eine Herberge ähnlich den Jugendherbergen in Deutschland) in Steninge, einem kleinen idyllischen Küstenort ca. 20 km nördlich von Halmstad, der Hauptstadt Hallands. Von hier aus ging es über die sehr gut beschilderten 3 großen Radwege Hallands (Cykelspåret, Ginstleden und Hylteslingan) auf die ca. 320 km lange Strecke. Die erste Etappe von Steninge nach Varberg führte uns entlang der schwedischen Westküste, vorbei an Strandwiesen und Sandstränden. In Falkenberg blieb dabei auch Zeit für eine kurze Mittagsrast. Falkenbergs Wahrzeichen ist die „Tullbron“ (Zollbrücke), eine Zufahrt über den Fluss Ätran, einem der besten Lachsflüsse Schwedens. Die Herberge, in der wir in Varberg übernachteten, ist im alten Staatsgefängnis der Festung Varberg untergebracht. Die ältesten Teile dieser Festung stammen aus dem 13. Jahrhundert. Am zweiten Tag der Tour radelten wir durch alte Kulturlandschaften und näherten uns den tiefen Wäldern des Binnenlandes. In Ullared durfte natürliche eine Pause beim immer größer werdenden Niedrigpreis-Kaufhaus Ge-Kås, welches sowohl in Schweden als auch im Ausland zunehmend bekannter wird, nicht fehlen. Am Übernachtungsort Fegen parkten wir für einen Tag unsere Räder und nutzten die Zeit, um bei herrlichstem Sommerwetter auf dem Fegensee Kanu zu fahren und zu baden. Vorbei an Seen, Flüssen und kleinen Dörfern fuhren wir am 4. Tag über Rydöbruk und Hyltebruk, einem modernen Industriestandort mitten im Wald, durch die halländische und småländische Wildnis nach Unnaryd. Hin und wieder mussten wir hier schon ganz schön in die Pedalen treten. Von Unnaryd radelten wir Richtung Färgensee vorbei an einem herrlichen Bad bei Hallaböcke und folgten dem Radweg bis zur Herberge Simlångsgården am wunderschönen Simlångensee. Unterwegs lohnte sich der Stop in dem Örtchen Femsjö, um sich die Deckenmalerei in der Dorfkirche anzusehen. Einen alten Bahndamm folgten wir am letzten Radeltag Richtung Halmstad. Hier stellten wir unsere Fahrräder eine Weile an und genossen das Leben und Treiben auf dem Marktplatz „Stortorget“. Durch herrliche Küstenlandschaft und schöne Badeorte wie Frösakull, Vilshärad und Haverdal radelnd erreichten wir am späten Nachmittag unseren Ausgangspunkt – die Herberge in Steninge. Fazit der knapp einwöchigen Radtour durch Halland: - ein Plattfuß, eine gerissene Kette, eine gebrochene Gepäckträgerstrebe und natürlich jede Menge schöner, neuer Eindrücke einer abwechslungsreichen Rundtour in einem wunderbaren Land - Schweden.
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